Trockne PLA 4–6 Stunden bei 45–50 °C, PETG 4–6 Stunden bei 65–70 °C, ABS und ASA etwa 4 Stunden bei 60–70 °C und TPU 4–8 Stunden bei 50–60 °C. Trockne jede Spule, die länger als ein paar Tage offen war, und lagere sie danach verschlossen mit Trockenmittel. PETG und TPU nehmen am schnellsten Feuchtigkeit auf und profitieren am meisten.
Zuletzt aktualisiert am 7. Oktober 2026. Die Temperaturen für PETG UV-beständig und unsere TPU-Reihe stammen von unseren Produktseiten; die übrigen sind die Werte, die wir im eigenen Werk nutzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Warum trocknen: Kunststoffe nehmen Wasser aus der Luft auf. Im Hotend wird es zu Dampf – mit Knacken, Fäden, Blasen und schwachen Schichten.
- Am empfindlichsten: PETG und TPU. Am wenigsten: PLA.
- Nie über den Erweichungspunkt: PLA wird bei etwa 55–60 °C weich – bleib bei 50 °C oder darunter, sonst kann das Filament auf der Spule verkleben.
- Unsere Spulen werden vakuumverpackt versandt – die Uhr läuft ab dem Öffnen des Beutels.
- Unter etwa 20 % relativer Luftfeuchte lagern, in einer luftdichten Box oder einem Beutel mit Silicagel.
Trocknungstemperaturen und -zeiten für Eolas Prints Filamente
| Material | Feuchteempfindlichkeit | Trocknungstemperatur | Zeit | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| PLA-Reihe (Premium, Matt, Silk, Neon, High Speed, Antibakteriell, Transition) | Niedrig–mittel | 45–50 °C | 4–6 h | Nicht über 55 °C |
| PLA Ingeo 850 / 870 | Niedrig–mittel | 45–50 °C | 4–6 h | Vor dem Druck von Teilen trocknen, die getempert werden sollen |
| PETG, PETG Transition, PETG UV-beständig | Hoch | 65–70 °C | 4–6 h | Trocknen, wenn länger als ein paar Tage offen |
| ABS | Mittel | 60–70 °C | 4 h | Vor langen Drucken im geschlossenen Drucker trocknen |
| ASA | Mittel | 60–70 °C | 4 h | Wie ABS |
| TPU Flex 93A, D53, D60 UV, TPU Transition | Hoch | 50–60 °C | 4–8 h | Trocknen, wenn länger als ein paar Tage offen |
Erreicht dein Trockner den oberen Wert nicht, nimm die niedrigere Temperatur für die längere Zeit. Prüfe vor mehr als 65 °C, ob die Spule selbst dafür ausgelegt ist.
Anzeichen für feuchtes Filament
- Knacken, Knistern oder Zischen an der Düse, manchmal mit sichtbarem Dampf.
- Mehr Fäden und Nachtropfen als sonst, trotz eingestellter Retraktion.
- Kleine Blasen, Poren oder eine raue, matte Oberfläche bei Teilen, die glänzen sollten.
- Schwache, spröde Teile und schlechte Schichthaftung.
- PLA, das beim Biegen bricht oder in einem Feeder oder AMS reißt.
Siehst du diese Symptome, trockne die Spule, bevor du Slicer-Einstellungen änderst. Unser Guide gegen Fäden und Nachtropfen behandelt die übrigen Ursachen.
So trocknest du eine Filamentspule
Sechs Schritte für einen Filamenttrockner, ein AMS 2 Pro oder AMS HT oder einen ähnlichen beheizten Trockner.
- Prüfe das Material und schlage die Trocknungstemperatur in der Tabelle oben nach.
- Entferne Pappmanschetten oder Etiketten, die sich verformen könnten, und lege die Spule in den Trockner.
- Stelle Temperatur und Zeit ein. PETG: 65–70 °C für 4–6 Stunden; TPU: 50–60 °C für 4–8 Stunden.
- Lass den Deckel während des ganzen Zyklus geschlossen, damit die feuchte Luft abgeführt wird.
- Drucke direkt aus dem Trockner oder lass die Spule in einem verschlossenen Beutel oder einer Box abkühlen.
- Lagere sie mit frischem Silicagel und einem Hygrometer, damit du siehst, wann die Feuchte wieder steigt.
Welchen Trockner soll ich nutzen?
- Filamenttrockner: die einfachste Lösung. Wähle einen, der mindestens 70 °C erreicht, wenn du PETG druckst.
- Bambu Lab AMS 2 Pro: trocknet bis 65 °C – ideal für PLA, PETG und TPU zwischen oder während Drucken. Siehe Eolas Filament in Mehrfarbsystemen.
- Bambu Lab AMS HT: trocknet bis 85 °C – passend für ABS, ASA und PETG.
- Backofen: nur als letzte Möglichkeit. Viele Öfen überschießen bei niedrigen Stufen; mit separatem Thermometer prüfen und nie unbeaufsichtigt lassen.
So lagerst du Filament

- Zuerst luftdicht: Eine dichte Box oder ein Zip-Beutel zählt mehr als die Menge an Trockenmittel.
- Silicagel: Nutze Indikator-Silicagel und regeneriere oder ersetze es, wenn es die Farbe wechselt.
- Aus einer Trockenbox drucken: Eine Box wie die Prusa USS Drybox sitzt auf dem Spulenhalter und gibt das Filament durch einen Schlitz aus – die Spule ist nie der Raumluft ausgesetzt.
- Ende sichern: Klemme das Filamentende in den Spulenrand, damit es sich nicht abwickelt oder verheddert.
- Spulen vor Sonne und Heizkörpern schützen.
Tipps nach Material
- PLA: druckt frisch aus dem Beutel meist problemlos. Trocknen, wenn es bricht oder Fäden zieht.
- PETG: die häufigste Quelle für Feuchteprobleme. Vor jedem langen oder mehrfarbigen Druck trocknen. Mehr dazu in Drucken mit PETG.
- ABS und ASA: weniger empfindlich, aber Feuchtigkeit macht die Oberfläche rau und erhöht das Warping-Risiko. Vor langen geschlossenen Drucken trocknen.
- TPU: nimmt schnell Wasser auf und zieht feucht viele Fäden. Beim Drucken in einer Trockenbox halten – siehe TPU 93A vs D53 vs D60.
Häufige Fragen
Muss ich neues Filament trocknen?
Meist nicht. Eolas Prints Spulen werden nach der Produktion vakuumverpackt. Trockne eine Spule, wenn sie länger als ein paar Tage offen war, oder sofort bei Anzeichen von Feuchtigkeit.
Kann man Filament zu viel trocknen?
Länger als nötig bei der richtigen Temperatur zu trocknen schadet nicht. Zu hohe Temperatur schon: Das Filament kann weich werden und die Wicklungen verkleben.
Wie lange bleibt getrocknetes Filament trocken?
In einer luftdichten Box mit Silicagel Wochen bis Monate. An offener Raumluft können PETG und TPU je nach Klima innerhalb weniger Tage genug Feuchtigkeit aufnehmen, um schlecht zu drucken.
Kann ich PLA wie PETG bei 65 °C trocknen?
Nein. PLA wird ab etwa 55–60 °C weich, und das Filament kann auf der Spule verkleben. Trockne PLA bei 45–50 °C.
Hilft Trocknen bei sprödem PLA?
Oft ja – Sprödigkeit kommt häufig von Feuchtigkeit. Bricht eine getrocknete Spule weiterhin leicht, ist das Filament vielleicht einfach alt oder durch enge Biegungen belastet.
Kann ich direkt aus dem Trockner drucken?
Ja, und für PETG und TPU bei langen Drucken ist das der beste Weg. Viele Trockner sowie das Bambu Lab AMS 2 Pro und AMS HT trocknen während des Drucks.
Über den Autor
Sergio Peciña ist diplomierter Elektro- und Elektronikingenieur und Technical Design Engineer bei Eolas Prints, mit über 10 Jahren Erfahrung im 3D-Druck. Er hat die Maker Spaces der Universität La Rioja und von IDIVAL Santander gegründet. Jedes Eolas Prints Filament wird in unserem eigenen Werk in Kantabrien, Spanien, nach ISO 9001 und ISO 14001 hergestellt.
Eolas Prints Filamente kaufen: PLA | PETG | ABS | ASA | TPU – ISO-zertifiziert, hergestellt in Spanien. Mehr Hilfe: unser Leitfaden zu Fehlerbehebung und Kalibrierung.